My Writings. My Thoughts.
Was bedeutet Familie, wenn man kein Kind mehr ist?
// April 26th, 2010 // 1 Comment » // general // general
Bevor ich mich der eigentlichen Thematik stelle, noch ein zwei Saetze, die mich grade dazu bewogen haben, ueber das Thema nochmal nachzudenken. Ich hatte eben einen einseitigen Disput. Einseitig insofern, dass mich etwas extrem angekekst hat, der andere das nicht mitbekommen hat und alles fuer einen riesen Witz und als gar nicht problematisch sah. Im Gegensatz zu mir, hatte ich mir doch Verstaendnis erhofft von meinem Bruder, der mich als einer der wenigen Menschen auf dieser Welt wirklich gut kennt. Da fragt man sich natuerlich, wenn mein Bruder das schon so sieht, ob man selbst nicht grad das eigentliche Problem ist und alles irgendwie anders, vielleicht falsch, viel zu kompliziert oder auch viel zu egoistisch sieht. Man weiss es nicht, das muss ich auch mit mir selbst ausmachen und wie immer eine vortreffliche Loesung finden =)
So, nun zur eigentlichen Thematik, auf die ich nur wieder gekommen bin, einfach weil ich mit meinem Bruder geredet habe – wie lustig diese Dinger im Kopf, genannt Assoziationen doch sein koennen
Das Thema Familie, und ihre Bedeutung ueber die Kindheit hinaus beschaeftigt mich schon ein wenig, vielleicht einfach weil ich zu viel Langeweile habe. So ist das halt, wenn die Katze einen die ganze Nacht ueber terrorisiert und man nicht schlafen kann. Klar, ich koennte mich auch betrinken und dann super schlafen, aber das ist a) keine tolle Option b) erst recht nicht, wenn man den naechsten Tag arbeiten muss und c) bin ich viel zu faul um dafuer aus dem warmen Bett aufzustehen.
Also, es gibt ja bei mir folgenden Ansatz: Familie zur Kindheit ist ja meistens (natuerlich nicht immer, und das ist das traurige) gepraegt von Bedingungslosigkeit. Man vertraut seinen Eltern und Geschwistern mehr oder minder bedingungslos. Es besteht auch kein Zweifel daran, dass sie einem Halt geben (wie gesagt, ich rede hier nicht von den leider viel zu oft vorkommenden schlimmeren Szenarien), sie da sind. Es muss auch nicht unbedingt so sein, aber als Kind glaubt man das zumindest. Wenn man aelter wird, hinterfragt man natuerlich viele Dinge, man kommt dann entweder zu dem Schluss, dass die Familie genau das obig beschriebene ist, eventuell mit ein paar Abstrichen , aber im Groben und Ganzen funktioniert es so.
Was aber, wenn man feststellt, dass dem nicht die Bohne so ist, ein ganz klares Desinteresse an der eigenen Person vorhanden ist, gezeigt wird oder zumindest eher schlecht als recht andersrum gespielt wird? Was macht man dann? Muss man sich schlecht fuehlen, einfach weil man solche Gedanken hat, und die Familie als solches, bzw. Personen an sich als Familie in Frage stellt? Oder ist das einfach nur natuerlich, dass man, wie bei Freunden etwa, irgendwann merkt, dass man einfach nichts mehr gemein hat ausser vielleicht dem Erbgut? Ich weiss nicht, ob Familie zwangslaeufig ein Band fuer die Ewigkeit bedeutet, ich kann mir zum Beispiel auch nicht solche Situationen vorstellen, wie sie ab und an mal vorkommen: Mutter oder Vater hatten einen Unfall, kritischer Zustand – wie wuerde man dann reagieren? Reagiert man erwartungsgemaess, also was andere von einem erwarten, oder ist man knallhart und denkt sich: das Kapitel ist abgeschlossen? Kann man dann Familie einfach aus seinem Kopf und seinen Emotionen weg-x-en? ich vermute, es geht, dann fallen solche Woerter wie Hass und dergelichen, bis irgendwann vielleicht mal absolute Egalitaet das Thema umhuellt. Wer weiss das schon…
Vermutlich liegt auch hier, wie so oft, in der Mitte die Wahrheit. Ich kann mir gut vorstellen, dass man an sich auch gut ohne Familie oder ohen die ganze Familie auskommen kann, natuerlich zu Events wie Weihnachten und Familienfeiern mehr oder minder freiwillig da ist, sich immer wieder darueber aergert, dass man dann da ist, aber so, ob gewollt oder nicht, immerhin immer einen Fuss in der Tuer behaelt. Einfach weil Familie dann doch Familie ist, oder weil man sich der Familie gegenueber verpflichtet fuehlt, auch wenn das natuerlich nicht ewig dehnbar ist.
Just my 2 cents.
Muelleimer
// April 25th, 2010 // No Comments » // general // general
Ja, das steht tatsaechlich Muelleimer. Ich koennt natuerlich viele viele Worte darueber verlieren, dass ich grade den Muelleimer runterbringen sollte, aber das hat wie immer Zeit. Prokrastination gewinnt im Zweifelsfalle immer bei mir…
Ich meine eher den seelischen Muelleimer, der man bereitwillig fuer andere ist. Von Berufswegen her – soziale Einrichtungen etc. – oder auch privat, fuer Freunde vornehmlich. Die Frage, die sich mir stellt, ist die nach der Verantwortung, die man damit hat. Natuerlich geniesst man einen hohen Vetrauensstatus, zuweilen sollte das auch nicht unbegruendet sein. Die Frage ist aber eher: Wenn sich mal so jemand richtig auskotzt, inwieweit kann man dann nicht nur Zuhoeren, Trost spenden und positive Sichtweisen verbreiten? Inwieweit kann man auch mal klare Fakten auf den Tisch bringen, sagen, dass das scheisse war, dass das dumm war und besagte Person vielleicht einen Fehler macht? Soll man sich zurueckhalten? Wenn ja, 100% oder nur bedingt, blumig beschriebene Denanstoesse liefern anstelle unverbluemter Fakten, die vielleicht wehtun?
Da stellt sich zwangsweise natuerlich auch die Frage nach der Sichtweise. Von aussen, so wird es behauptet, sieht man viele Dinge klarer. Kann schon sein, aber der Weisheit letzter Schluss kann das nicht sein, wenn man nicht selbst dabei ist. Auch wenn ein Mensch eine noch so grosse Gabe zur Reflexion hat, so finde ich, kann man nicht vollstaendig einen aussenstehenden Standpunkt beziehen. Sprich, von aussen kann man einiges beurteilen, aber sicher nicht alles, von innen kann man vieles beurteilen, aber hat wohl einige Schwierigkeiten das ganze objektiv zu beobachten und dann vor allem auch zu beurteilen.
Um dann auf die vorherige Frage zurueckzukommen: Wenn man sich nun dazu durchringt, klare Fakten auf den Tisch zu bringen, unangenehme Fragen zu stellen (wovon ich genrell ein Freun bin, bzw. ich stelle sie einfach ohne nachzudenken, was nicht immer das beste ist…), was man einen so sicher, dass man “Recht” hat oder eine neue Sichtweise damit aufzeigt oder forciert, dass Dinge in Betracht gezogen werden? Man ist nicht dabei, man kennt zuweilen nur eine einseitge Erzaehlung, wenn man mehrere Seiten kennt, wird einem ggf. unterstellt Partei zu beziehen, man kennt halt nur eine detaillierte Aneinanderreihung von Ereignissen und Details, aber der Tonus an sich bleibt einem wohl immer verborgen.
Wie formuliert man nun Dinge, die man dazu zu sagen hat ohne falsch zu liegen, trotzdem hilfreich zu sein und den Kontext, den man nur partiell kennt, aus den Augen zu verlieren?
Falls jemand eine Antwort darauf hat, nur zu. Ich hab bisweilen eher zurueckhaltend reagiert, viele Dinge fuer mich behalten, weil ich glaubte und noch immer glaube, dass es nicht gut ist, wenn ich das offen jemandem ins Gesicht sage. Ja, das ist vermutlich nicht das beste, aber das ist auch situatiosnabhaengig. Will jemand, der um seine Beziehung bangt, hoeren, dass man nicht glaubt, dass es lange halten wird, insofern sich da nicht grundlegend was aendert, obgleich man es sich selbst auch wuenscht fuer den anderen? Will jemand hoeren, der grad am Boden zersotert ist, dass er selbst auch seinen nicht marginalen Teil dazu beigetragen hat? KANN er das hoeren? Darf man das? Ich weiss es nicht. Sollte man das? Vielleicht. Es haengt wohl auch vom Gegenueber ab, inwiefern man selbst glaubt, dass er damit um kann, oder wie nuechtern er Dinge sehen kann. Das haengt dann vermutlich wiederrum von der Situation ab und vor allem auch davon, inwieweit er die Situation selbst reflektiert hat fuer sich. Ein Teufelskreis… Ich persoenlich hab das immer so gehalten, dass ich solche Dinge angesprochen habe, angedeutet habe, aber oftmals nicht unverbluemt, sodass man es aufgreifen konnte, aber nicht muss, geneigte Zuhoerer verstehen sowas ja, so hoffe ich.
so, das war’s, meine Gedanken sind gerade eh extrem unsortiert und es schwirrt viel zu viel herum, als dass da noch ansatzweise was Sinnvolles rauskaeme.
Eines sollte aber doch noch gesagt sein: auch seelische Muelleimer muessen mal geleert werden…
Und das naechste Mal auf dem pseudosinnvollen Blog: “Ich waere gern eine Kartoffel, dann haett’ ich so viel Staerke” oder alternativ: “In meinem Kopf ist es lustig, komm’ doch auch rein!”
Anmerkung: Nach ein paar Meinungen von geneigten Lesern ist mir das schon deutlich klarer. Da hab ich wohl viel viel falsch gemacht
Aber zumindest nicht grundlegend.
Java vs. ABAP OO
// March 22nd, 2010 // 1 Comment » // Dev // Dev
Mein Praxissemester hat begonnen, seit 3 Wochen bin ich fleissig am ABAP-Lernen. Als geneigter Java-Mensch hat man da natuerlich erstmal ein bisschen dran zu knabbern. Durch den Urwald an frei definierbaren Datentypen kann man sich vermutlich nie komplett durchkaempfen, wobei es immerhin gut zu wissen ist, dass es einen gibt. Dazu kommen dann natuerlich die mehr oder minder stark vertretenen prozeduralen Sprachelemente. Mein Mentor sprach heute euphemistisch von “praktischer Objektorientierung” in ABAP. Tatsaechlich wird man wohl nie die internen Tabellen und Strukturen in ein gescheites OO-Konzept druecken koennen, aber immerhin kann es vielleicht nett verpacken in quasi-OO.
Allerdings ist schon allein die Syntax sehr gewoehnungsbeduerftig. Wer in Java, C# oder was auch immer Uebersichtlichkeit durch nette geschweifte Klammern ( “{ }”) gewohnt ist, darf in ABAP solche tollen Sachen schreiben wie: do…enddo , while…endwhile…etc. Und was wirklich wirklich wirklich DIE Fehlerquelle bei mir ist aktuell: ein Statement wird in ABAP beendet mit einem Punkt, nicht mit einem Semikolon
Zur IDE muss ich auch noch einige Saetze verlieren. Generell find ich es gut, dass man keine grossartige Software braucht um ABAP entwickeln zu koennen, das SAP GUI kommt hier als Allzweckmittel daher. Die Code Completion ist nicht so komfortabel wie in eclipse, netbeans oder dem Visual Studio, und leider auch nur halb so intelligent, aber ganz drauf verzichten muss man nicht. Das Syntax-Highlighting ist besonders an solchen Stellen wie if…endif pingelig. Wenn das endif nicht explizit in einer neuen Zeile steht, wird der Block als solches nicht hervogehoben. Aber das hat sein Gutes: unleserlich werden solche Kontrollstrukturen dann nicht soooo schnell =)
Ansonsten ist es aber tatsaechlich gar nicht so schwer, ABAP zu lernen, wenn man aus der Java-Ecke kommt, da die OO-Fraktion bei SAP doch schon einiges getan hat. Vererbung, Reflection etc. haben Einzug gehalten und sind moeglich, die Syntax ist an sich recht verwandt und mit ein bisschen Eingewoehnungszeit geht das ganze recht flott. Dazu kann man noch auf etliche Bausteine zurueckgreifen, die schon viele Tasks erledigen, allerdings sollte man die mit Bedacht benutzen, nicht immer sind sie die bessere Wahl, da viele meist auch recht veraltete Sprachelemente nutzen, die manchmal dann doch weniger performant sind.
Mein Fazit dazu nach 3 Wochen ABAP OO (prozedural wurde mir zum Glueck! ausdruecklich verboten
): Gewoehnungsbeduerftig, aber irgendwann geht’s =)
Was der konsequent faule Student alles macht…
// January 31st, 2010 // 1 Comment » // general // general
…um nicht lernen zu muessen, ist schon phaenomenal. Bloggen zum Beispiel. Aber das allein ist nicht konsequent. Darueber bloggen, was man bisher alles getan hat, um nicht lernen zu muessen ist da sicher besser =)
Gestern habe ich hochmotiviert so grobe 10 Stunden gelernt, mit dem Ergebnis, dass ich nun irgendwelche Sterberaten, Versicherungspraemien etc berechnen kann und die Geschichte der Sozialversicherungen intus habe. Ganz toll. Das interessiert mich als angehenden Wirtschaftsinformatiker extrem… Dementsprechend war mein Kopf gestern gegen 10 Uhr abends Matsch und Brei, was sich bis heute noch nicht gebessert hat. Also macht man mal eben die Dinge, die auf einmal unwahrscheinlich wichtig geworden sind, in der Prioritaetsliste natuerlich ganz weit ueber dem Lernen von irgendwelchen Kommunikationsmodellen, schwierigen Persoenlichkeitstypen usw.
Da haben wir: Zimmer aufraeumen, Zimmer umraeumen, joggen gehen, Zimmer wischen, mit der Katze spielen, mal alle Filme und Musik sichern, was natuerlich dazu fuehrt, dass man zwangslaeufig bei irgendeinem Album haengen bleibt…und dann bis eben: kochen. Denn als vorausschauender Student, der mit Bedacht die geringe Zeit sorgfaeltig anderweitig verplant als zum Lernen, hat man natuerlich auch entsprechende Zutaten eingekauft, damit man an einem Sonntag ein solch enorm wichtiges Vorhaben auch erfolgreich angehen kann.
Tja, nun sitz ich halt da, warte bis das Essen fertig ist, um dann , wegen des schlechten Gewissens doch noch ein paar Stunden zu lernen, 5-6 werden es dann doch noch heute werden…
Ich bin dann mal das Essen aus dem Ofen holen und lernen.
Uebrigens: es gibt einen Begriff fuer das viele Aufschieben: prokrastinieren!
So long and thanks for all the fish!
Web 2.0 ist anstrengend…
// January 26th, 2010 // 2 Comments » // general // general
Heute habe ich es mal wieder gewagt, ich hab mich auf facebook eingeloggt. Dort warten dann nicht nur 5 Millionen FishVille-Einladungen (Alex und Catherine, mal ehrlich…, muss das sein?
), MafiaWars und was weiss der Kuckuck noch alles, nein, dort gibt’s dann direkt noch tolle Anfragen von Mitbewohnern, die da in etwa so lauten:
“Wie heisst deine grosse Liebe?”; “Welchen Typ Mann wirst du spaeter mal heiraten?”
Also Matze…
a) Jasmin heisst sie wohl
=> der Test wurde nur fuer Maenner geschrieben und zudem hatte der geniale Kopf hinter diesem Test eine erstaunliche Rechtschreibschwaeche…:D
b) Ich werde jemanden heiraten, der mich nach wenigen Wochen wieder abserviert. Klar, fuer Jasmin nimmt man alles in Kauf
Demnaechst kommt dann wohl die Anfrage: “Wie heissen die Kinder deiner Kindeskinder?” und “Mit wem wirst du am 21.06.2017 zusammen sein?” Man man man, diese Apps sind schon ein bisschen Zeitverschwendung…aber man machts ja dann totzdem
Nach dieser anstrengenden Zeit dachte ich mir, dass ich das direkt erstmal blogge, damit mein Pensum an Web2.0 auch ausreichend gedeckt ist fuer heute.
So long and thanks for all the fish
Gaense und andere Lapalien…
// January 10th, 2010 // No Comments » // Dev, general // Dev, general
Lange lange hat sich nichts getan…passiert halt. Als braver Student ist man natuerlich immer unheimlich beschaeftigt, um sich jedwede Ausrede und Beschaeftigung zu suchen um nicht lernen oder zur Vorlesung gehen zu muessen. Ihr versteht das sicher.
So nun aber mein persoenlicher Rueckblick auf die vergangenen Tage, chronolgisch von hinten.
- Hmmmm, wie das riiiiecht.
Weihnachten – das Fest fuer die Einzelhaendler und sonstige Shoppingplattformen, Laeden etc. Dieses Jahr war ich nicht zu Hause im trauten Heime der Familie, sondern bin in Karlsruhe geblieben. Gluecklicherweise galt selbiges fuer meinen Mitbewohner. Und weil Weihnachten ja Weihnachten ist und man wohlerzogen dort immer etwas besonderes isst, haben wir uns fuer die klassische Gans mit Kloessen und Rotkohl entschieden. Weil es grade nach 4Uhr in der Nacht ist, gibt es nur einen Kurzabriss:
- Es war viel zu fettig
- die Kloesse sind nicht untergegangen im Wasser, was zur Folge hatte, dass wir auch nicht wussten, ob sie fertig waren, weil sie auch nicht “auftauchen”. Wir haben die offensichtlich zu grosszuegig bemessene Menge an Croutons in Verdacht in Kombination mit zuviel Luft. Dabei mag ich die nichtmal…und Luft…die sollte man eh verbieten. Nur Aerger damit. Luftverschmutzung z.B.
- das Rotkohl war super, aber aufgrund des hohen Fettanteils leider kaum gegessen.
- die Gaensekeulen….: waren extrem lecker, sehr sehr fettig (alles muss man selbst machen, das Fett wurde nicht nach Plan abgeschoepft…EINMAL mit Profis arbeiten)
- Nach dem doch recht lustigen Essen sind wir beide jeder in sein Zimmer gegangen – ein wortloses Abkommen, besiegelt durch das Verspeisen der Gaensekeulen.
- Kein Hungergefuehl einen Tag lang…wenigstens das erinnert an Weihnachten zu Hause!
Der darauffolgende Tag sollte eigentlich kulinarisch von einem leckeren Kaesefondue gepraegt sein. Schade nur, dass mein Mitbewohner Raclettekaese gekauft hat. Schade, dass wir nichts fuer ein gescheites Raclette im Haus hatten ausser dem Raclette (Raclettegeraet? Gott verdammt, wie heisst das Ding?). Naja, zur Not frisst der Teufel fliegen. Wurstaufschnitt, TOmaten und Gurken sind ja auch fein…Im Endeffekt sogar gar nicht so schlecht, lustig, und auch gut, dass es dann doch Raclettekaese geworden ist, weil wir nichts fuer das fuer das Fondue notwendige Feuer da hatten. Ein gluecklicher Fehltritt =)
- Silvester
Der Start ins neue Jahr muss natuerlich ordentlich begangen und vor allem begossen werden. Ich war bei Freunden meines Mitbewohners zu Gast, wo es nicht nur herrliche Speisen (ein Dank an den Koch sei hier noch schnell dazwischengeschoben), sondern auch hitzige Debatten gab. Thema war zum groessten Teil den ganzen ueber die Rolle des Tehaters in der heutigen Gesellschaft, die Funktion des selbigen und die Sicht der “Theatermenschen” auf eben dieses, wobei man da auch unterscheiden muss zwischen der operativen Ebene (Schauspieler, Regisseure, Techniker etc.) und der leitenden Ebene. Gluecklicherweise leistet sich die Gesellschaft heutzutage noch das Theater, wird es doch zu enorm grossen Anteilen subventioniert. Welche Funktion hat es aber heute noch? Kritik ueben? Nur unterhalten? Beides? Was wird umgesetzt und was wird intern geglaubt, dass es umgesetzt wurde? MUSS man sich ums Publikum bemuehen oder sollte man schlichtweg so weitermachen und hoffen, dass die Leute den Weg allein ins Theater finden? Wie bekommt man Leute ins Theater? Kann und sollte man die wirtschaftlichen Prozesse dort optimieren? SOllte es generell wirtschaftlicher gefuehrt und damit eher als Unternehmen gehandhabt werden?
Da scheiden sich mit Sicherheit die Geister. Ich seh das allerdings recht einfach: Das Theater MUSS sich um Publikum bemuehen, wenn sie Kritik ueben will oder einfach nur unterhalten moechte. Die Motivation spielt dabei keine Rolle! In der heutzutage medienueberfluteten Welt kann man nur entweder durch Brillanz bestehen oder durch Kontroverse. Ersteres ist schwer zu erreichen und ist ein langwieriger Prozess und scheidet damit zumindest kurz- und mittelfristig aus. Letzteres ist meines Erachtens nach der Schluessel. Aber das ist ggf mal einen extra Beitrag wert…
- Gestern / Vorgestern – Tag des FAIL.
Nichtsahnend sitz ich im Buero bei der Arbeit. Da ploppt mir so ein Chat-Fenster entgegen. Ein Freund und Kommilitone, mit dem ich zusammen mit 3 weiteren Leuten ein Softwareentwicklungsprojekt bestreite, schreibt sowas in der Art wie: “Egal, was du gerade tust – hoer damit auf, fahr nach Hause, setz dich an den Laptop und programmiere!” Da fragt man natuerlich erstmal weshalb. Alle von uns dachten, dass die Deadline auf den 15.1. gesetzt worden sei. Tja, denkste Puppe! Es war der 9.1. 18Uhr…also noch 26h bis Ende und wir haben uns in der Sicherheit einer noch ganzen verbleibenden Woche gewogen…so schoen haette das Leben sein koennen…Bedauerlicherweise war einer der Projektleute auch noch im Urlaub, sodass er nichts machen konnte.
Also zum Kommilitonen gefahren, Cola, RedBull, Fertigpizza im Rucksack – unentbehrliche Dinge, wenn man weiss, dass man die Nacht ueber wohl nur am Rechner hocken wird. Die ersten Stunden verliefen vielversprechend, hochmotiviert und mit gutem Outcome. Das liess dann aber deutlich nach, je spaeter es wurde. gegen 3 Uhr wurde es immer stiller, die Buchstaben und Zahlen verwandelten sich in Striche, die sich kaum mehr voneinander unterschieden und Fehler wurden entweder gar nicht erst gesehen, geschweige denn verstanden – das Hirn war im StandBy. Dann war auch direkt ein Kollateralscahden zu verzeichnen – ein anderes Projektmitglied war so muede, dass das Bett direkt gerufen hat – da waren’s nur noch 3 von 5
Gegen halb 8 morgens waren wir dann soweit fertig, dass wir meinten, man koennte das so abgeben und machten uns alle auf in Richtung Bett. Die beiden im StudiWohnheim, wo wir gearbeitet haben, ich begab mich kuehn und frohen Mutes auf den Weg nach Hause, die Strassenbahnen sollten ja schon wieder fahren. Todesmutig bin ich durch den Schnee gestapft, von geraeumten Strassen oder Gehwegen keine Spur. An der naechsten Haltestelle angekommen -> meine Bahn fuhr direkt vor meiner Nase weg. Die naechste kam erst in 15min…Also eine andere Richtung Bahnhof genommen. Eingeschlafen, panisch aufgewacht, direkt ausgestiegen ohne zu schauen, wo ich war…3 Stationen weiter, und ich waere zu Hause gewesen…TJa, so kanns gehen. Zu hause war ich dann gegen viertel anch 8, puenktlich um die Katze zu fuettern. Wenigstens etwas.
so, das war der Kurzabriss, demnaechst gibt’s vielleicht wieder etwas weniger droeges , mit mehr Esprit, Charme und sowieso! =) Das Bett ruft…eigentlich wollte ich doch schon lange schlafen…gnaaaa.
Kochen in einer StudentenWG
// December 20th, 2009 // 1 Comment » // general // general
Vollkommen die Wohnung fuer mich, dachte ich mir: “Mensch, was essen waere ja nicht schlecht. So richtig was warmes und wo jede Zutat quasi einen eigenen Topf hat” (Danke Torsten an dieser Stelle fuer diese tolle Formulierung
).
Tjaaaaaa, aber meine Kochkuenste sind nunmal beschraenkt, und meine Motivation dafuer dann auch und von den Zutaten wollen wir gar nicht erst reden. Ergo: Spaghetti mit Tomatensauce und Gehacktes….Soweit so gut, ist ja nicht schwer, das krieg sogar ich hin. Leider schmeckte dann die Sauce nicht so toll in Ermangelung von Tomaten musste ich auch passierte Tomaten ausweichen. Das Wuerzen war auch so eine Sache. Pfeffer: ja, Salz: ja – gut zu wissen, dass wir immerhin die Basics im Haus haben. Aber da hoert es dann leider auch schon auf. Ich habe gesucht und gesucht, aber was brauchbares hab ich nicht finden koennen. Dafuer haben wir Pizzagewuerz! Wer auch immer das angeschleppt hat, er gehoert eingekerkert. Summa summarum: toller Ansatz, aber in der Ausfuehrung gibt es leider nur eine maessige Note
Bon appetit.
Ein langer langer Tag
// October 13th, 2009 // 3 Comments » // Dev, general // Dev, general
Hochmotiviert bin ich heute wieder studieren gegangen. Die erste Vorlesung hab ich mir direkt gesteckt (um 8 Uhr halt…), aber das heisst ja nicht unbedingt, dass der Rest dafuer umso einfacher verlaeuft. Im Gegenteil! Vollkommen matsch im Kopf sitzt man in der Vorlesung, zu der man diesmal nur 4 statt 10 Minuten zu spaet kam und hoert sich interessante Dinge ueber WebServices hoert, und kaum hat man Luft geholt, geht’s direkt weiter in der naechsten Vorlesung ueber EJBs, JBoss und das Testen via RemoteInterfaces, weil wir nur EJB 3.0 benutzen statt 3.1, wo man sich den Aufwand sparen koennte. Aber man lernt was, das ist ja nicht immer unbedingt in Vorlesungen gegeben. Der Nachmittag wurde dann von Uebungen zu diesen beiden Vorlesungen gepraegt, sodass man am Ende vollkommen am Ende ist und nur noch mehr Brei im Kopf hat.
Aber als braver Student geht man dann natuerlich hochmotiviert nach Hause um dann nichts anderes zu machen als Zeug fuer eben diese beiden Vorlesungen, obgleich die Motivation gegen minus unendlich konvergiert. Wenn man es positiv betrachtet, macht man so wenigstens etwas, sodass man es wenigstens nicht (wie eigentlich typisch fuer mich) ewig vor sich herschiebt, bis die Deadlines immer naeher ruecken. Hat ja auch mal was…Freizeit adé! Wir sehen uns in den Semesterferien oder bestenfalls an Sonntagen wieder
Aber man studiert ja meistens dann doch nicht nur zum Spass, von daher kann man es durchaus positiv bewerten, dass es praktische Uebungen gibt und man sich das nicht spaeter alles selbst “reinziehen” muss. Ein bisschen “vorkauen” hat so auch seine Vorteile
Man lebt nur einmal.
// October 3rd, 2009 // 4 Comments » // general // general
Genau das sagte mein Mitbewohner eben in einem Gespraech. Zum ersten Mal allerdings habe ich diese Aussage anders wahrgenommen. Sonst ist es eher eine Redewendung fuer mich, nichts worueber ich mir sonderlich viel Gedanken mache sondern einfach abnicke. Aber was bedeutet das eigentlich? Klar, man lebt sein Leben halt irgendwie. Das irgendwie gibt es aber in unterschiedlichen Auspraegungen. Man kann in etwas hineinrutschen, was einem gut oder weniger gut gefaellt und damit leben – “Is halt so”. Oder man entscheidet sich aktiv fuer oder gegen etwas, weil man es will oder weil man genau weiss, dass man es nicht will. Warum faellt es dann einigen Menschen so schwer (ich zaehle mich auch dazu, jedoch nicht zu 100 Prozent), aktiv Entscheidungen zu faellen? Ist es die Angst vor den Konsequenzen, wenn es schief geht? Ist es die Bequemlichkeit, weil gerade alles doch ok so ist, wie es ist? Ist es einfach nur der Charakterzug des Passivseins? Ist es der Mangel an Reflexion ueber die eigene Situation, Wuensche, Traeume? Wahrscheinlich trifft meistens mindestens einer dieser Gruende zu. Aber gibt es dann nicht auch ein Bauchgefuehl? Das kann man natuerlich ausblenden oder ignorieren. Nur wie lange? Im Extremum hiesse das ja, sein ganzes Leben lang den Begebenheiten zu fuegen und immer passiv sein. Kann das einen Menschen kaputt machen? Verbittert man? Wird man depressiv? Oder hat man schlichtweg die Erkenntnis, dass man einiges falsch gemacht hat dann auf dem Sterbebett und empfindet Reue wegen des gefuherten Lebens das in ganz anderen Bahnen haette laufen koennen?
All das macht mich nachdenklich. Treffe ich aktiv Entscheidungen, oder lasse ich vieles einfach nur ueber mich ergehen, weil es ja “ok so ist, wie es ist” ? Werde ich mir in zehn Jahren die Gedanken machen “haette ich nur damals…”? Genau das moechte ich eigentlich vermeiden, faellt mir aber doch um einiges schwerer als ich es gerne haette. Aber bleiben wir lieber beim generellen Fall. Ist es moeglich, dass man Menschen zu einer Entscheidung zwingen kann, weil man einfach WEISS, dass es besser fuer sie ist? Ich meine damit nicht, dass man die betreffende Person in der Wahl der Entscheidung beeinflusst, sondern pur einen Schubs gibt, damit man sich ueberhaupt mal entscheidet. Geht das oder kann man nur warten, dass die Realitaet einen einholt und hoffen, dass es dann nicht zu spaet ist?
Eine andere interessante Frage ist: Kann man gluecklich leben ohne aktiv sich fuer oder gegen etwas entschieden zu haben? Ich rede nicht von einer Zufriedenheit, ich rede von gluecklich sein im philosphischen Sinne. Falls man es nicht kann, kann man seine Gedanken, die dahingehehen aufkeimen und das Bauchgefuehl, das immer staerker wird, einfach ausblenden oder betaeuben? Oder werden solche Menschen einfach verbittert bishin zu depressiv, vielleicht sogar suizid?
Weiter muss man sich konsequenterweise die Frage stellen, wo das ganze anfaengt. Macht man einen Job, der einem null Spass macht und richtig ankotzt, um damit Geld zu verdienen, damit man seine Freizeit entsprechend schoen gestalten kann? Das haengt vielleicht vom Grad der Verzweiflung in diesem Job ab oder aber auch von der Dauer. Deutlich mehr Gewicht hat das natuerlich im Privaten. Ertraegt man eine Situation oder nimmt man Schmerz in Kauf, damit es einem langfristig besser geht. Opfert man sich fuer das Wolh der Mehrheit? Als Beispiel: Frau, Mann, zwei Kinder. Mann (oder Frau, das ist in dem Falle egal) liebt Frau (oder Mann) nicht mehr, es ist nur noch ein Neben- statt ein Miteinander. Ist es fuer alle gut, wenn er(sie) dableibt? Oder ist es nicht fuer alle besser, wenn es platt gesacht ein Ende mit Schrecken hat?
Genug der Fragen fuer heute. Man lebt tatsaechlich nur einmal und genau deshalb sollte man nicht alles zerdenken. Natuerlich sollte man drueber nachdenken, aber auch den richtigen Ansatz dafuer waehlen. Damit entlasse ich Euch aus der heutigen Therapiesitzung =)
In einem gesunden Koerper…
// September 28th, 2009 // 1 Comment » // general // general
…steckt ein gesunder Geist. Ich moechte mir jetzt keine Geisteskrankheiten selbst andichten – dafuer sind andere zustaendig – aber ein wenig Fitness kann ja nicht schaden. Das kommt natuerlich auch nicht von ungefaehr. In knapp 2 Wochen werden ein paar Kollegen und ich eine Radtour machen. Folgende Strecke wird es sein: klick mich.
Die blanken Fakten kann man sich ruhig nochmal auf der Zunge zergehen lassen:
- Länge: ca. 37 km
- Höhenmeter: ca. 910 hm
- Technik: 3/5
- Ausdauer: 3/5
Das ist schon nicht ohne. Aaaaaaaaaaaaaaber, es ist auch ein guter Grund und Antrieb, mal wieder was fuer die Fitness zu tun. Sollte ich es nicht tun, ist mir der Hohn und Spott meiner allesamt deutlich aelteren (bis auf wenige Ausnahmen) Kollegen mehr als Gewiss – fuer eine lange lange lange lange lange Zeit. Und das kann ich selbstverstaendlich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, mit meinem Stolz und Ego erst recht nicht! Da die Erkaeltung nun auch so gut wie vorueber ist, gibt es quasi keinen Grund mehr, sich davor zu druecken.
Der innere Schweinehund hat zwar bestechende Argumente, aber die Aussicht auf koerperliche Unversehrheit in allen erdenklichen Moeglichkeiten auch noch nach dieser Radtour ist einfach der groessere Ansporn.
Also dann, morgen mal ein bisschen laufen gehen, wenn sich meine Muskeln nach ein paar Wo…Tagen erholt haben, kann man bei diesem grandiosen Wetter auch mal die Schwimmhalle besuchen, eine Radtour ist sicher auch nicht verkehrt…Mal schauen, was da geht. Mit ganz viel Glueck find ich vielleicht sogar wieder Spass daran und behalte es bei – in jedem Falle werden die (evtl Mis-)Erfolge sicher auch die ein oder andere Erwaehnung hier finden


